Dr. med. Henning Lohse-Busch beantwortet häufig gestellte Fragen zur Transkraniellen Pulsstimulation (TPS®)

Dr. med. Henning Lohse-Busch ist der ursprüngliche Entwickler der Stoßwellen-Therapie TPS®. In unserem Interview berichtet er über die TPS® bei Alzheimer-Demenz, aber auch über die Möglichkeiten der Therapie bei Parkinson, Schlaganfall, Polyneuropathie, Nervenschmerzen, Querschnittslähmung und anderen potentiellen Indikationen.

Präambel

Seit Mitte 2020 verbreitet sich die Transkranielle Pulsstimulation (TPS®), durchgeführt mit dem medizintechnischen Stoßwellen-System NEUROLITH®, gerade in Deutschland und Österreich immer mehr. Sowohl Kliniken als auch Praxen arbeiten mit der ersten zugelassenen Alzheimer-Demenz-Therapie und jeden Monat kommen neue Anwender hinzu, denn: Die kontinuierlichen Erfolge der TPS® bestätigen die der Zulassung vorangegangenen Studienergebnisse und auch in der medizinischen Kollegenschaft spricht sich die Wirksamkeit dieser Stoßwellen-Behandlung immer mehr herum.

Grund genug, mit dem TPS®-Entwickler der ersten Stunde, Dr. med. Henning Lohse-Busch, aktuelle Fragestellungen rund um die Therapie zu besprechen.

Alzheimer Deutschland (AD): Lieber Dr. Lohse-Busch, seit Anfang März 2021 ist unser Informations-Portal „Alzheimer Deutschland“ online. Die Anwender*innen, die Patient*innen und deren Angehörige sind von dieser Therapieform schlicht begeistert. Durch unseren Internet-Auftritt erreichen uns täglich viele Anrufe und Mails und die Menschen haben viele Fragen. Einige davon möchten wir Ihnen an dieser Stelle gerne weitergeben, um sie auch aus Ihrem berufenen Munde beantworten zu lassen. Die erste Frage lautet hier natürlich: Wie erklären Sie Ihren Patient*innen das Wirkprinzip der TPS®?

Dr. Lohse-Busch (LB): Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) mit fokussierten extrakorporalen Stoßwellen setzt im Gehirn Botenstoffe frei, die Nervenzellen und Nervenfasern reparieren. Auch fördern sie die Durchblutung, indem sie die Blutkapillaren im Gehirn sowohl öffnen als auch vermehren. Der Stoffwechsel wird angekurbelt, weil sich die Zellwände durch die Impulse kurzfristig öffnen, um verbrauchte Stoffe auszuscheiden und frische Substanzen in die Zelle einzuschleusen. Darüber hinaus wird die lebensnotwendige Energieproduktion in den Zellen angeregt. Besonders wichtig ist dabei, dass „schlafende“ Hirnstrukturen, die nicht mehr funktionieren, durch die geschilderten Einwirkungen dazu gebracht werden, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Bei der Alzheimer-Erkrankung konnte nachgewiesen werden, dass sich mit der TPS® bereits rückgebildete Hirnregionen wieder erholen, indem in beschränktem Maße neue Hirnmasse gebildet wird. Das wurde bisher für unmöglich gehalten.

AD: Die TPS arbeitet mit Stoßwellen. Im Internet hat sich die Information eingeschlichen, es handle sich bei der TPS® um eine reine Ultraschalltherapie.

LB: Schall an sich wird je nach Frequenz der Tonschwingungen in hörbare und unhörbare Töne unterteilt. Die für Menschen unhörbaren, besonders hohen Töne nennt man Ultraschall. So können beispielsweise Hunde – und noch mehr Fledermäuse – Töne hören, die wir Menschen gar nicht mehr wahrnehmen.

Bei der Ultraschalltherapie wird eine frequenzabhängige, gleichförmige Energie erzeugt. Diese Energie wird in Wärmeenergie umgewandelt und beispielsweise in der Schmerztherapie oder bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Hier ist die Wärme erwünscht.

Bei der Behandlung der Alzheimer-Demenz-Symptomatik hingegen müssen wir die Erzeugung von Wärme oder Hitze unbedingt vermeiden. Deshalb besteht bei der TPS eine extrakorporale Stoßwelle nicht aus einer einzigen Schwingung, sondern aus einer ganzen Energiefront, die sich aus einer großen Zahl von Schallfrequenzen – Hörschall und Ultraschall eingeschlossen – zusammensetzt. Leider wurde in unserer Studienarbeit, auf die ich später noch komme, zur Behandlung von Alzheimer-Patient*innen nur der Begriff „Ultraschall“ verwendet. Das führt zu Missverständnissen und ist etwas ärgerlich, weil es die Leute verwirrt.

Doch zurück zur korrekten Definition „Stoßwelle“: Eine Stoßwelle dauert ungefähr eine tausendstel Sekunde. Sie transportiert genügend Energie und lässt sich gut auf einen kleinen Bereich in der Tiefe des Gehirns fokussieren. Schädliche Wärme kann so gar nicht erst entstehen.

Ein weiterer Vorteil gegenüber dem gepulsten Ultraschall ist es, dass die Patient*innen zur Hirnbehandlung nicht geschoren werden müssen. Die Haare werden lediglich gewässert oder gegelt und dieses Gel wird nach der Behandlung wieder ausgewaschen.

AD: Die TPS ist das weltweit einzige Hirnstimulationsverfahren, das auch tiefe Gehirnregionen gezielt aktivieren kann. Die Forschung nennt die TPS „revolutionär“ und geht mittlerweile davon aus, dass neben Alzheimer-Demenz zukünftig auch Parkinson, Multiple Sklerose, Schlaganfall und Nervenschmerzen, bedingt etwa durch Diabetes mellitus, behandelt werden können.

LB: Ich denke, dass wir bei der Behandlung von Alzheimer-Demenz-Patient*innen schon recht gute Ergebnisse erzielt haben. Auf dieser Basis wurde ja auch von der Bundesanstalt für Arzneimittel und Medizinprodukte die Zulassung des Behandlungsgerätes Neurolith erteilt.

Man sollte jetzt die Dinge nicht überstürzen, weil noch viel Forschungsarbeit erledigt werden muss. Das braucht Zeit und leider auch Geld, weil die Studien – wie die aktuell an der Uni Wien laufende Parkinson-Studie – auch finanziert werden müssen.

Ich habe im „ResearchGate“, einem Forschungsnetzwerk, dass leider nur forschenden Ärzten*innen zugänglich ist, die ersten Fallschilderungen zur TPS von Parkinson-Patient*innen veröffentlicht. Das waren zwar noch wenige Fälle. Sie sind aber dennoch aussagekräftig, weil die Patienten über viele Jahre (4 bis 8,5 Jahre) nach anfangs eindrucksvoller Verbesserung bei unveränderter oder verminderter Medikamenteneinnahme kein Fortschreiten ihrer Krankheit zu verzeichnen haben. Die derzeit laufenden Studien untermauern meine Forschungen.

Bei der Behandlung von Multiple Sklerose mit TPS sind rein theoretisch positive Ergebnisse zu erwarten. Versucht hat es aber, soweit mir derzeit bekannt ist, allerdings noch niemand.

Bei der Behandlung der Schlaganfallsymptomatik muss zwischen der Behandlung der meist spastisch gelähmten Gliedmaßen mit Stoßwellen und der TPS des Gehirns unterschieden werden. Zuerst habe ich nur die spastischen Muskeln behandelt, später dann auch die TPS eingesetzt und nach wenigen Sitzungen der Gehirnbehandlung überraschend gute Ergebnisse erzielt.

Nervenschmerzen und Polyneuropathien, besonders vor allem nach Chemotherapie, könnten eine außergewöhnlich dankbare Behandlungsindikation für die TPS sein. Erstaunlich sind auch die Ergebnisse zur Behandlung inkompletter Querschnittslähmungen und der Myelomeningozele (angeborene Fehlbildungen des Rückenmarks, sogenannter „offener Rücken“  – Anm. der. Red.). Ich habe zu beiden Themen bereits 2014 publiziert. Die Therapie funktioniert auch bei Polyneuropathie wegen eines Diabetes mellitus Typ II. Zuckerkranke leiden nicht selten unter schwersten Durchblutungsstörungen der Füße.

AD: Dann steht zu hoffen, dass die Medizin, aber auch die Politik, die Optionen der Stoßwellentherapien bald zur Kenntnis nehmen. Die Corona-Pandemie hatte es den meisten Ärzt*innen und Kliniken kaum gestattet, sich mit der neuen Therapieform TPS zu befassen.

LB: Die TPS und extrakorporale Stoßwellen sind in der Neurologie heute noch absolut exotische Behandlungsmethoden, die mangels näherer Kenntnis der Wirkweise in der Vorstellung eines Großteils der ärztlichen Kollegenschaft nicht funktionieren können. Es wird vermutlich lange dauern, bis sich die Erkenntnis ihrer Nützlichkeit durchsetzt. Ich denke, dass erfolgreich behandelte Patient*innen ganz erheblich zur Verbreitung der Methode beitragen werden. So war es schon häufig in der Medizin.

AD: Nochmals zum Thema Bekanntheit. Viele Angehörige und Patient*innen fragen uns, weshalb ihre Hausärzt*innen und Neurolog*innen noch nichts von der TPS wüssten oder dieser skeptisch gegenüberstünden. Was würden Sie unseren Anrufern und per Mail schreibenden Interessent*innen darauf antworten?

LB: Wie ich eben schon sagte: Die Ärzteschaft weiß einfach noch viel zu wenig von der TPS. Unter jährlich zig-tausenden medizinischen Veröffentlichungen gerät unsere Arbeit gar nicht erst in das Blickfeld.

Gemeinsam mit Herrn Professor Beisteiner von der Universität Wien habe ich die sehr überzeugende Studie zur TPS bei Alzheimersymptomatik durchgeführt. Man kann den Patient*innen – und damit ihren Hausärzten – diese Arbeit jederzeit schicken und ich bitte Sie, dies offensiv zu tun. Das gilt auch für die Arbeit von Popescu, ebenfalls Universitätsklinik Wien, zur Vermehrung der Hirnmasse in den Gedächtnisregionen durch TPS bei Alzheimerpatienten.

AD: Die TPS wird heute bei Alzheimer Erkrankungen eingesetzt. Welche Ärzt*innen sollten die TPS® einsetzen? Welche Qualifikationen erwarten Sie von Ihren Kolleg*innen?

LB: Die TPS wird mit dem Stoßwellengenerator „Neurolith“ ausgeführt, der mit seinem Ortungssystem eine anatomisch präzise Behandlung von Hirnstrukturen erlaubt. Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin braucht dazu anatomische Kenntnisse des Gehirns.

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die Zulassung zur Behandlung des Gehirns mit TPS bei Alzheimerpatienten lediglich an die Bedingung geknüpft, dass die Behandlung durch „Medizinisches Fachpersonal“ ausgeführt wird, das heißt, dass Ärzt*innen und auch besonders dazu geschultes medizinisches Personal unter unmittelbarer ärztlicher Aufsicht die TPS anwenden dürfen. Von einem einzelnen Fachkreis, beispielsweise der Neurologie, ist nicht die Rede. Und das ist auch tatsächlich nicht notwendig: Denn das System „Neurolith“ kann Energie nur bis zu einer definierten Energiegrenze abgeben, wodurch unerwünschte Wirkungen auf das Hirn ausgeschlossen werden sollen. Dazu ein einfaches Beispiel: Sich der Elektrizität aus der Steckdose im Haushalt auszusetzen ist lebensgefährlich. Die Elektrizität aus der Batterie unserer Armbanduhren dagegen ist absolut ungefährlich.

Ich selbst bin als Entwickler und Autor der TPS übrigens ein der landärztlichen Allgemeinmedizin entflohener Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und kein Neurologe.

AD: Viele Patient*innen und deren Angehörige sind aufgrund der bisherigen Therapiemöglichkeiten frustriert. Denn mit der Diagnose „Alzheimer“ standen die Betroffenen mehr oder minder einer ausweglosen Situation gegenüber. Seit Jahren wartet man auf Lösungen aus der Pharmaindustrie, doch das Warten war bislang vergeblich. Da ist es kein Wunder, dass so mancher nicht mehr an eine tatsächlich wirksame Therapie glauben mag und die angebotene Option TPS zunächst als „Humbug“ ablehnt.

LB: Über 19 Jahre ist kein Antrag auf Zulassung eines Medikamentes zur Behandlung der Alzheimererkrankung mehr gestellt worden, weil die Wirksamkeit der untersuchten Substanzen nicht nachgewiesen werden konnte. Und davor zugelassene Medikamente haben sich leider nicht bewährt.

In diesem Jahr, also 2021, wurde erstmals wieder ein Medikament in den USA vorläufig zugelassen, das die Ablagerungen im Hirn der Alzheimererkrankung vermindern soll, die geistigen Leistungen der Patienten aber nicht verbessert.

Wir hingegen konnten unsere Ergebnisse in einem erstklassigen Journal veröffentlichen und zeigen, dass durch die TPS zumindest über 3 Monate eine deutliche Verbesserung der geistigen Leistungen von Patienten mit leichten bis mäßigen Alzheimersymptomen erzielt werden kann. Meine Langzeituntersuchung, wonach sich der geistige Verfall nach anfänglich stabiler Verbesserung von 12% bis 14% über ein ganzes Jahr halten und für mindestens ein weiteres Jahr bremsen lässt, wurde bisher nur auf Kongressen diskutiert. Voraussetzung sind dabei nach anfänglich sechs Behandlungen über zwei Wochen fortlaufende TPS-Sitzungen in regelmäßigen Intervallen und die Überwachung der Entwicklung durch regelmäßige neuropsychologische Tests. Dabei sollte man mit den Auffrischungsbehandlungen nicht zu lange warten, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Optimal wären dabei Folgebehandlungen in einem monatlichem Turnus.

AD: Wenden wir uns nochmals dem Ursprung des Einsatzes der Stoßwellen in der Neurologie und der Neurorehabilitation zu, denn die meisten Menschen wissen nicht, dass Ihr Hauptanliegen damals die Behandlung spastisch bewegungsgestörter Kinder war. Sie hatten im Rahmen Ihrer Tätigkeit bereits Mitte der 1990er Jahre erkannt, dass Stoßwellen auch bei Muskelfunktionsstörungen erfolgreich eingesetzt werden können. Solche Muskelfunktionsstörungen waren bis dahin nicht behandelbar, weil sie durch strukturelle Schäden des zentralen Nervensystems ausgelöst werden.

LB: Die Entwicklung der Stoßwellenbehandlung in der neurologischen Rehabilitation folgt logischen Schritten. Ich konnte anfangs der 1990iger Jahre beobachten, dass sich nach der Stoßwellenbehandlung einer Kniearthrose die schmerzhafte Muskelverspannung löste und damit die Bewegungsfähigkeit zunahm. Nun sind alle unwillentlichen Muskelverspannungen im Ergebnis physiologisch miteinander verwandt. Es lag also nahe, extrakorporale Stoßwellen zur Behandlung der spastischen Muskulatur von Kindern mit Zerebralparese einzusetzen. Das erbrachte sehr gute Ergebnisse. Heute gibt es zur Stoßwellenbehandlung spastisch gelähmter Gliedmaßen bei Kindern und Erwachsenen, beispielsweise nach Schlaganfall, über 40 Veröffentlichungen aus allen Kontinenten.

AD: Sie haben ab 2005 auch Parapleptiker, die unter spastisch gestörten unteren Extremitäten leiden, sowie Läsionen des Rückenmarks mit der Stoßwelle behandelt. Inwiefern und mit welcher Technik wird diese Therapie heute eingesetzt?

LB: Patienten mit Querschnittslähmungen entwickeln oftmals eine spastische Muskulatur. Es schien ungefährlich, bei diesen Patienten neben der betroffenen Muskulatur auch das Rückenmark mit Stoßwellen zu behandeln. Die Ergebnisse waren überzeugend. Es kam zur Wiederherstellung von nutzbaren Nervenverbindungen einiger Wirbelsäulensegmente unterhalb der Verletzungsstelle.

Das Rückenmark ist ein Teil des Gehirns. Wenn es gute Ergebnisse am Rückenmark gibt, sollte auch ein verletztes Hirn behandelt werden. Ab 2005 habe ich deshalb Patient*innen im sogenannten Wachkoma mit extrakorporalen Stoßwellen behandelt. Alle Patienten haben davon erheblich profitiert. Diese Ergebnisse konnte ich 2013 publizieren.

Von dort bis hin zur TPS für Alzheimer- und Parkinson-Patient*innen war es dann nur noch ein kleiner Schritt.

AD: Sie sind seit vielen Jahrzehnten als Arzt und Forscher aktiv. Was wünschen Sie sich für die TPS, die man als Ihr Kind ansehen kann? Und schließlich: Was möchten Sie Ihren Kolleg*innen, die mit der TPS arbeiten, gerne ans Herz legen?

LB: Man darf nicht vergessen, dass die Wirkung der Stoßwellen, nicht nur bei der TPS, vielfältig ist: die Durchblutung wird verbessert, Nerven werden repariert, Energie wird bereitgestellt, der Stoffwechsel und Lymphfluss – auch im Gehirn – werden angekurbelt. Stoßwellen wirken antientzündlich, fördern die Wundheilung und auch die Knochenheilung. Das sind Wirkungen, die bei einer Vielzahl von Störungen und Erkrankungen überall im Körper nützlich sind.

Ich wünsche mir Kolleg*innen, die frei denken und mutig das tun und verteidigen, was sie für richtig erkannt haben. Kochbuchmedizin unterdrückt Neuerungen und führt zur Mittelmäßigkeit bzw. zum Stillstand.

Das deutsche Arztrecht kennt den Heilversuch unter ärztlicher Verantwortung. Dieselbe Bedeutung hat der Begriff „off label“ -Behandlung. Ärzte führen täglich Heilversuche durch, sind sich dessen aber nicht immer bewusst. Besonders bei der Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern müssen beispielsweise die Kinderärzte oftmals Medikamente verordnen, die für diese Altersklasse wegen gewisser Schwierigkeiten in der Durchführung der Wirksamkeitsuntersuchungen nicht zugelassen sind. Diese Medikamente werden bei den Säuglingen nach der ärztlichen Erfahrung und im Analogschluss problemlos verwendet.

Die TPS mit dem „Neurolith“ ist für die Behandlung von Alzheimer-Demenz-Symptomatiken offiziell zugelassen. Die Parkinson-Erkrankung kann in gleicher Weise, eben „off label“, also unter der Verantwortung des Arztes/der Ärztin, durchgeführt werden. Ähnliches gilt für eine Vielzahl systemischer Hirnerkrankungen. Erich Kästner hatte recht: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

AD: Dr. Lohse-Busch, ich danke Ihnen herzlich für diese Ausführungen.

Einige Meilensteine zur Entwicklung der fokussierten, niedrigenergetischen extrakorporalen Stoßwellentherapie in der neurologischen Rehabilitation:

  1. Lohse-Busch H, Kraemer M, Reime U ,1997, A pilot investigation into the effects of extracorporeal shock waves on muscular dysfunction in children with spastic movement disorders. Pilotuntersuchung zur Wirkung von niedrigenergetischen, extracorporalen Stoßwellen auf Muskelfunktionsstörungen bei spastischen Bewegungsstörungen von Kindern.  Schmerz 11:108-112
  2. Lohse-Busch H (2001) Extrakorporale Stoßwellen. In Lohse-Busch H, Riedel M, Graf Baumann T, (Hrsg) (2000) Das therapeutische Angebot für bewegungsgestörte Kinder, Springer Verlag Berlin Heidelberg New York 257-274
  3. Lohse-Busch H, Kraemer M, Reime U, Marbler X, Möwis U (2010) Veränderungen der Gehfähigkeit spastisch bewegungsgestörter Kinder und Jugendlicher. Zweiwöchige physikalisch-medizinische Komplexbehandlung. Manuelle Medizin 48:107 – 111
  4. Lohse-Busch H (2013) Therapeutische Fenster bei der konservativen Behandlung spastisch bewegungsgestörter Kinder/ICP Hessische Ärzteblatt 74: 420-430
  5. H. Lohse-Busch, U. Reime and R. Falland, (2014) Symptomatic treatment of unresponsive wakefulness syndrome with transcranially focused extracorporeal shock waves. NeuroRehabilitation 35 (2014) 235–244 DOI:10.3233/NRE-141115 IOS Press
  6. Lohse-Busch H, Marlinghaus E, Reime U, Möwis U (2014) Focused low-energy extracorporeal shock waves with distally symmetric polyneuropathy (DSPNP). A pilot study. NeuroRehabilitation 35 (2014) 227–233, DOI:10.3233/NRE-141116 IOS Press
  7. d´Agostino, M. C. et al.: Shock wave as biological therapeutic tool: From mechanical stimulation to recovery and healing, through mechanotransduction, Int J Surg., Dec. 24(Pt B), 147-153, 2015 López-Marín, L. M. et al.: Shock wave–induced permeabilization of mammalian cells, Phys Life Rev., 26-27:1-38, 2018
  8. Lohse-Busch H. Fan C (2020) Extracorporeal shock wave therapy improves paraplegical symptoms of a myelomeningocele. ResearchGate DOI: 10.13140/RG.2.2.32424.32006H. (Mitgliedschaft im ResearchGate notwendig, um die Arbeit zu lesen.)
  9. Lohse-Busch H, Fan C (2020) Focused extracorporeal shock waves improve the symptoms of paraplegia due to spinal cord injury: A report of 5 cases ResearchGate DOI: 10.13140/RG.2.2.32063.87205 (Mitgliedschaft im ResearchGate notwendig, um die Arbeit zu lesen.)
  10. Roland Beisteiner R, Matt E, Fan C, Baldysiak H, Schönfeld M, Philippi Novak T, Amini A, Aslan T, Reinecke R, Lehrner J, Weber A, Reime U, Goldenstedt C, Marlinghaus E, Hallett M, and Lohse-Busch H (2019) Transcranial Pulse Stimulation with Ultrasound in Alzheimer’s Disease—A New Navigated Focal Brain Therapy. Adv Sci (Weinh) 2019 Dec 23;7(3):1902583. doi: 10.1002/advs.201902583.
  11. Lohse-Busch, Henning (2021) Transcranial pulse stimulation (TPS) with focused extracorporeal shock waves. A new promising noninvasive symptomatic treatment of Parkinson’s disease. Casuistics and feasibility study. ResearchGate DOI: 10.13140/RG.2.2.17406.72009 (Mitgliedschaft im ResearchGate notwendig, um die Arbeit zu lesen.)
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