Häufig gestellte Fragen

Fragen und Antworten zur Behandlung mit der Transkraniellen Pulsstimulation

Welche Voraussetzungen müssen zur TPS-Behandlung gegeben sein?

Voraussetzung für die Behandlung mit der Transkraniellen Pulsstimulation (TPS®) ist die eindeutige Diagnose Morbus Alzheimer-Demenz durch eine/n Neurologin/Neurologen.

Wie auf dieser Website im Bereich „Ausblick“ beschrieben, können Sie die behandelnden Ärzt*innen aber auch gerne bzgl. der Behandlung von Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Z. n. Schlaganfall und anderen neurologischen Indikationen kontaktieren.

Welche Patienten-Unterlagen müssen zur Verfügung gestellt werden?

Bitte bringen Sie alle neurologischen Unterlagen, MRT/MRI-Daten (Kernspintomographie) auf einem Datenträger und/oder in gedruckter Form mit. Das MRT/MRI darf nicht älter als drei Monate sein, da nur mit aktuellen Daten optimal und korrekt behandelt werden kann. Ebenso bringen Sie sonstige medizinischen Befunde und Labordaten, die so aktuell wie möglich sein sollten, mit zur Anamnese.

Bitte beachten Sie hier die notwendigen Parameter für die MRT/MRI-Untersuchung, die Ihnen Ihre behandelnde Klinik oder Praxis vorab auch per E-Mail zukommen lassen kann:

MRT-Daten NEUROLITH® – Leitfaden

Anforderungen an die MRT-Bilder:

Generell empfehlen wir die folgenden Anforderungen an die MR-Bilder:

  • Para-sagittales MRT, T1-gewichtet, ~1mm in der Ebene Auflösung und Schichtdicke (1x1x1mm)
  • MRT-Aufnahme: Vollkopf von Stirn bis Hinterkopf und Ohr zu Ohr, idealerweise keine Aliasing-Artefakte (wrap-around)
  • Neurolith® unterstützt typisches MR-Set (Schichten mit 230×256 Pixeln und ca. 170-180 Schichten) oder noch höhere Auflösung für diagnostische Zwecke
  • Auflösung von 1mm ist ausreichend

Wird die TPS ambulant durchgeführt und wie läuft die Therapie ab?

Ja, die Therapie wird rein ambulant durchgeführt. Sie können vor und nach der Behandlung ganz normal Ihren sonstigen Tätigkeiten nachgehen. Auch können Sie vor und nach der Behandlung essen und trinken, was Sie möchten. Den genauen Ablauf der Therapie lesen Sie im Bereich „Die TPS in der Praxis“ nach.

Welche Kontraindikationen schließen eine Behandlung mit der TPS aus?

Wie bei jeder Therapieform gibt es auch bei der TPS aus Gründen der Sicherheit für die Patient*innen folgende Ausschluss-Kriterien:

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Thrombosen
  • Gehirntumore
  • Kortison-Therapien bis zu sechs Wochen vor der Behandlung mit der TPS
  • Metallobjekte in der Kopfregion
  • ältere Herzschrittmacher, die nicht für die TPS zugelassen sind

Bitte besprechen Sie sich im Falle von Unklarheiten oder zur Vorabsituation mit Ihrer behandelnden Klinik oder Praxis.

Wie erkenne ich die Wirksamkeit der TPS und wie viele Behandlungen wurden bisher durchgeführt?

Im medizinischen Bereich kann die Wirksamkeit sehr rasch anhand der QEEG-Daten (quantitative Elektroenzephalographie) gezeigt werden. Weitere MRT/MRI-Daten, die Ihr Neurologe/Ihre Neurologin durchführen lässt, zeigen dann in der Folge Veränderungen im Gehirn.

Auf persönlicher Ebene zeigen sich die Wirkungen der Behandlung auf direkte Weise sowohl für den Patienten/die Patientin selbst wie auch für die Angehörigen und das soziale Umfeld. In der Regel treten die ersten Verbesserungen sichtlich erkennbar ab der 2. oder 3. Behandlungseinheit auf. Ein Patient beschrieb dies (November 2020) so: „Es ist, als habe es ‚klick‘ gemacht und mir hätte jemand eine Decke vom Kopf gezogen, so dass ich wieder klarsehen kann.“

Mittlerweile wurden über 3.000 Behandlungen bei Patient*innen durchgeführt.

Wie lange hält der Erfolg der TPS-Therapie an?

Bei der TPS zeigen sich signifikante Steigerungen im CERAD-Test (bei CERAD handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Demenz-Tests, mit denen der Schweregrad der Demenz beurteilt werden kann) sowie ein Abfall des Becks-Depressions-Index (ein psychologisches Testverfahren, das die Schwere depressiver Symptomatik im klinischen Bereich erfasst). Diese Steigerungen bleiben gemäß Studien jedenfalls in den ersten drei Monaten nach Behandlung nahezu stabil.

Wieso wird eine Auffrischung nach dem ersten Behandlungszyklus von sechs Einheiten empfohlen?

Diese Empfehlung ergibt sich aus den Studienparametern. Diese zeigen, dass eine Auffrischung mit einer Behandlung alle vier bis sechs Wochen nach dem ersten Behandlungszyklus die Signifikanz der Wirkung beibehält. So bleiben diese Steigerungen auch nach über einem Jahr bestehen.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Nein, die TPS® ist noch keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sind Sie privat versichert, hängen Art und Umfang der Kostenübernahme vom jeweiligen, individuellen Versicherungsschutz des Patienten ab. Die Kosten für die Therapie werden also an den Patienten/die Patientin in Rechnung gestellt und diese können die Kosten danach bei ihrer PKV einreichen.

Bis es zu einer Kostenübernahme bei den gesetzlichen Krankenkassen kommt, werden leider noch Jahre ins Land ziehen. Bitte beachten Sie, dass wir in der Medizin nicht in Monaten, sondern in Jahren bzw. in Dekaden denken müssen. Dies hat juristische und verwaltungstechnische Verfahrensgründe, die viel Zeit in Anspruch nehmen – leider! Doch dies gilt nicht nur für die TPS®, sondern für viele andere hervorragende Therapien auch, die noch jung sind.

Wenn die TPS-Therapie so wirkungsvoll ist: Wieso kennt man sie dann nicht überall?

Auch dies hat mit dem vorgenannten Punkt zu tun. Was der Bürger oft nicht sieht und weiß: Der Entwicklung einer Therapie gehen zunächst einmal lange Jahre der Forschung voraus. Dies ist auch für ein großes Unternehmen wie STORZ MEDICAL AG, weltweit führender Anbieter im Bereich der Stoßwellen-Therapie und anderen medizintechnischen Geräten, nicht anders. Ist eine Therapie dann endlich zugelassen, erfolgt die Marktbegehung. Auch diese dauert lange Zeit und eine Therapie muss auch erst einmal kommuniziert werden. Auch hier gilt wieder: In der Medizin entwickeln sich Etablierungen nicht in Monaten, sondern in Jahren.

Warum gibt es die TPS-Therapie bisher nur an so wenigen Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Dies ist leider vor allem der Corona-Pandemie geschuldet. Kurz zuvor war die Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) mit NEUROLITH® zugelassen worden. Die Etablierung solcher klinischen Systeme, die durchaus ihren Preis haben (denken Sie an technische Entwicklung, Forschung, Studien und Zulassung) in großen Kliniken und Praxisketten ist mit langer Vorbereitung, viel Verwaltungsarbeit und nicht zuletzt mit der Einweisung in vielköpfiges Praxis- und Klinikpersonal verbunden. Durch Corona sind all diese Durchführungen deutlich erschwert.

Doch mittlerweile (Stand September 2021) nimmt die TPS® zunehmend Fahrt auf! In den kommenden Monaten werden zahlreiche weitere Kliniken und Praxen in Deutschland, Europa und weltweit ihre Arbeit mit dem NEUROLITHsup>® aufnehmen. Sie finden die Standorte stets aktuell in unserem Bereich Standorte: https://www.alzheimer-deutschland.de/tps-standorte

Häufig gestellte Fragen - Alzheimer-Demenz Deutschland

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