Die Parkinson-Krankheit zählt neben der Alzheimer-Demenz und dem Schlaganfall zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Auch bei Parkinson sterben Nervenzellen im Gehirn überproportional ab. Rund 400.000 Menschen sind in Deutschland von der sog. Schüttelkrankheit betroffen, wobei 10% der Patient*innen bei der Diagnose noch unter 40 Jahren jung sind.

Morbus Parkinson ist also keine reine „Alterskrankheit“. Die derzeitige Standard-Arzneimittelbehandlung von Parkinson-Patienten bewirkt nur eine minimale und kurzfristige Linderung der Symptome. Die meisten Patienten haben dadurch nur begrenzte Vorteile, zumal die Behandlungsreaktionen stark variieren. 

Deshalb wird die in der Praxis schon erfolgreich angewandte Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) nun auch in einer weiteren klinischen Studie untersucht:  Im September 2020 startete an der MedUni Wien (Universitätsklinik für Neurologie), wiederum unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Beisteiner, die weltweit erste klinische Studie zur Behandlung von Parkinson-Patienten mit der TPS® unter Echtzeit-Kontrolle.

Die Studie wird die Sicherheit und potenzielle Wirksamkeit des Verfahrens bewerten. Die Teilnehmer werden mit dem Stoßwelle- basierten TPS®/NEUROLITH®-System behandelt, das bereits bei der Behandlung von Alzheimer-Patienten eingesetzt wird. Dessen patentierte BodyTrack®-Technologie ermöglicht eine präzise Positionierung und Echtzeit- Dokumentation.

Dr. med. Henning Lohse-Busch, Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin an der Rheintalklinik in Bad Krozingen und Wegbereiter der TPS® sieht ebenso wie die KollegInnen von der MedUni Wein ein großes Potential bei Morbus Parkinson: „Längst behandeln meine Kollegen und ich Parkinson-Patienten mit der Transkraniellen Pulsstimulation. Unsere Langzeitergebnisse bei Parkinson sind besonders stabil und gut. Die nunmehr laufende Studie wird dies bestätigen.“

Die Studie zu Parkinson wird voraussichtlich im Dezember 2022 zu Abschluss kommen. Aber in unserer Praxisklinik Dr. Baltin behandeln wir auch jetzt schon Patienten mit Morbus Parkinson.