
Neue Studien zeigen: Der Löwenmähnenpilz Hericium erinaceus soll Nervenzellen fördern, das Gehirn unterstützen und kann eine interessante Rolle in der Alzheimer-Prävention spielen
Löwenmähne, so der deutsche Name eines tatsächlich Mähnen-artig aussehenden Pilzes, gehört derzeit zu den spannendsten Naturstoffen der modernen Alzheimer-Forschung. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Heilpilz, lateinisch als „Hericium erinaceus“ bezeichnet, Nervenzellen schützen, die Bildung wichtiger Nervenwachstumsfaktoren anregen und positive Effekte auf Gedächtnis und kognitive Leistungsfähigkeit entfalten kann. Doch kann der Löwenmähnen-Pilz, ganz einfach als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, tatsächlich Alzheimer vorbeugen oder den Verlauf einer Demenz günstig beeinflussen?
Was die neuen Studien zum Löwenmähne-Pilz herausgefunden haben, stimmt jedenfalls zuversichtlich. Denn das Risiko, an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz zu erkranken, steigt weltweit weiter, zumal immer stärker an und die neuen Alzheimer-Medikamente Lecanemab und Donanemab, auf denen große Hoffnungen lagen, haben den Erwartungen bislang nicht entsprochen (siehe hierzu auch: Medikament Lecanemab kritisch).
Demenz-Prävention: Die Risiken sind beeinflussbar – auch mit Omega-3 und Löwenmähne
Alzheimer vorbeugen und andere Formen der Demenz, soweit möglich, gar nicht erst entstehen zu lassen, sind deshalb derzeit die effektivsten Handlungsweisen, die wir selbst in der Hand haben. Denn die Wissenschaft zeigt immer deutlicher, dass ein erheblicher Teil (rund 45 Prozent) dieser Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil und die gezielte Beeinflussung bekannter Risikofaktoren zumindest verzögert oder eben nahezu zur Hälfte verhindert werden könnte.
Die aktuelle Lancet-Kommission zur Demenzprävention aus dem Jahr 2024 geht davon aus, dass inzwischen 14 beeinflussbare Risikofaktoren bekannt sind, deren konsequente Behandlung einen erheblichen Beitrag zur Vorbeugung leisten kann.
Neben regelmäßiger Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung, gut eingestelltem Blutdruck, geistiger Aktivität und sozialer Teilhabe rücken inzwischen auch wissenschaftlich untersuchte Naturstoffe – aufgrund der Dringlichkeit werden heute endlich auch in der Wissenschaft Studien zu pflanzlichen Stoffen breiter finanziert, was früher Medikamenten vorbehalten war – immer stärker in den Fokus.
Zu den bekanntesten gehören hochwertige Omega-3-Fettsäuren, über deren positive Studienlage wir bereits ausführlich berichtet haben (siehe hierzu: Alzheimer vorbeugen: Neue Meta-Studie bewertet Omega-3 hoch).
Noch weit weniger bekannt, aber mindestens ebenso faszinierend, ist dagegen der Löwenmähnenpilz (Hericium erinaceus), dessen wissenschaftliche Erforschung in den vergangenen Jahren erheblich an Dynamik gewonnen hat.
Was ist dieser Löwenmähne-Pilz überhaupt und wo kommt er her?
Der Löwenmähnenpilz, wegen seines wirklich außergewöhnlichen Aussehens auch Igel-Stachelbart oder Affenkopfpilz genannt, wächst ursprünglich an abgestorbenen Laubbäumen in Asien und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin verwendet.
Dort schätzt man ihn nicht nur als schmackhaften Speisepilz, sondern vor allem wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften.
In Europa spielte der außergewöhnlich aussehende Pilz bislang kaum eine Rolle – bis die moderne Forschung begann, sich intensiver mit seinen Inhaltsstoffen zu beschäftigen.
Heute weiß man, dass der Löwenmähne-Pilz eine Vielzahl biologisch aktiver Substanzen enthält, die für den Erhalt der Gehirn-Gesundheit beziehungsweise als Additivum bei einer Demenz-Erkrankung wie Alzheimer besonders wertvoll sind. Gleiches gilt übrigens für Depressionen, die ebenfalls mit einer veränderten Gehirn-Chemie einhergehen.
Als Wirkstoffe des Löwenmähnepilzes stehen dabei die sogenannten Hericenone und Erinacine im Mittelpunkt. Diese natürlichen Pflanzenstoffe besitzen eine Besonderheit, die den Löwenmähnenpilz von allen anderen Pilzen und Pflanzenstoffen, die als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden können, unterscheidet: Diese Wirkstoffe können die Bildung körpereigener Nervenwachstumsfaktoren (NGF) anregen – ein Mechanismus, der in der Alzheimer-Forschung seit Jahren von großem Interesse ist (und die übrigens auch mit der Transkraniellen Pulsstimulation aktiviert werden können).
Warum interessiert sich gerade die Alzheimer-Forschung für den Löwenmähnenpilz?
Das menschliche Gehirn besitzt grundsätzlich die Fähigkeit, sich bis ins hohe Alter anzupassen, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen aufzubauen und geschädigte Netzwerke teilweise zu kompensieren. Wissenschaftler sprechen hierbei von Neuroplastizität (siehe hierzu auch: Was ist Neuroplastizität?). Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Nervenzellen ausreichend geschützt werden und genügend Wachstums- und Reparatursignale erhalten.
Dies ist die ausschlaggebende Eigenschaft und das Alleinstellungsmerkmal des Löwenmähnenpilzes. Zahlreiche Labor- und Tierstudien zeigen inzwischen, dass seine Inhaltsstoffe verschiedene Prozesse beeinflussen können, die bei Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehören – wie man mittlerweile ebenfalls weiß – unter anderem oxidativer Stress, chronische Entzündungen sowie die verminderte Bildung wichtiger Wachstumsfaktoren des Gehirns.
Deshalb ist die bereits erwähnte Aktivierung der sogenannten Nervenwachstumsfaktoren (NGF) durch den Löwenmähnenpilz von eklatanter Bedeutung für die Prävention wie auch für die begleitende Therapie. Diese körpereigenen Eiweiße unterstützen das Wachstum, die Regeneration und den langfristigen Erhalt von Nervenzellen. Bereits seit vielen Jahren gehen Wissenschaftler davon aus, dass eine gestörte NGF-Versorgung zur Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen beitragen kann. Genau hier konnten Hericenone und Erinacine in zahlreichen experimentellen Untersuchungen ansetzen und nachweislich die körpereigene NGF-Produktion stimulieren.
Darüber hinaus weisen neuere Untersuchungen darauf hin, dass Löwenmähne möglicherweise auch die Bildung des Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF) fördern kann. Auch dieser Wachstumsfaktor gilt heute als einer der wichtigsten Regulatoren für Lernen, Gedächtnis und die Anpassungsfähigkeit unseres Gehirns. Ein hoher BDNF-Spiegel wird mit einer besseren neuronalen Plastizität und einer größeren Widerstandsfähigkeit gegenüber altersbedingten Veränderungen in Verbindung gebracht.
Vom Labor in die Klinik: Was Humanstudien zum Löwenmähnenpilz zeigen
Die ersten Forschungsergebnisse zum Löwenmähnenpilz waren so ermutigend, dass sich die Forschung inzwischen längst nicht mehr ausschließlich auf Labor- und Tierstudien beschränkt hat, wie dies oft der Fall bei pflanzlichen Stoffen ist – schließlich lassen sich natürliche Wirkstoffe nur sehr eingeschränkt wirtschaftlich schützen. In den vergangenen Jahren wurden dennoch mehrere kontrollierte Humanstudien veröffentlicht, da das Aufhalten von Demenz- und auch Depressionserkrankungen heutzutage schlicht auch gesellschaftsrelevant geworden ist und unsere Gesundheitssysteme die steigenden Prävalenzzahlen neurodegenerativer und neurophysiologischer Erkrankungen längst nicht mehr stemmen können. Wirksamkeit steht jetzt also vor Marktinteressen – und es zeigt sich, dass der Löwenmähne-Pilz hier an eine vorderste Stelle gehört.
Bereits eine der ersten placebokontrollierten Studien bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen zeigte, dass sich Gedächtnis- und Denkleistungen unter der Einnahme von Löwenmähnenpilz über mehrere Wochen signifikant verbesserten. Nach dem Absetzen des Präparates gingen diese Verbesserungen allerdings allmählich wieder zurück – ein Hinweis darauf, dass eine kontinuierliche Einnahme erforderlich sein könnte.
Noch interessanter sind neuere Untersuchungen bei Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz. In einer fast einjährigen, randomisierten und placebokontrollierten Pilotstudie erzielten die Teilnehmer, die ein mit Erinacin angereichertes Hericium-Präparat erhielten, weit bessere Ergebnisse in mehreren standardisierten Gedächtnis- und Alltagstests als die Placebogruppe. Zwar handelte es sich aufgrund der vergleichsweise kleinen Teilnehmerzahl noch nicht um einen endgültigen Wirksamkeitsnachweis im Sinne der evidenzbasierten Medizin, die Ergebnisse gelten innerhalb der Forschung jedoch als ausgesprochen vielversprechend.
Auch eine 2024 veröffentlichte Studie beschleunigt den Weg zur Evidenz. Hier verbesserten sich unter der Einnahme eines standardisierten Löwenmähnen-Extraktes bestimmte Bereiche der kognitiven Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig stieg bei den Teilnehmern die Konzentration des neurotrophen Faktors BDNF deutlich an – ein weiterer Beleg dafür , dass der Pilz tatsächlich biologische Prozesse beeinflussen kann, die für unser Gedächtnis und unsere Gehirngesundheit von Bedeutung sind.
Überraschende Erkenntnis: Löwenmähne wirkt offenbar auch auf das Darmmikrobiom
Eine weitere spannende Erkenntnis der jüngsten Forschung betrifft allerdings nicht nur das Gehirn selbst, sondern auch unseren Darm. Die aktuelle Humanstudie aus dem Jahr 2024 zeigte nämlich zusätzlich, dass die Einnahme von Löwenmähnenpilz die Vielfalt des Darmmikrobioms positiv beeinflussen kann.
Dass die Forscher ihre Aufmerksamkeit auch auf den Darm und das Mikrobiom legen, überrascht nicht. Denn in den vergangenen Jahren hat sich immer deutlicher gezeigt, dass der Darm und das Gehirn über die sogenannte Darm-Hirn-Achse in einem intensiven Austausch stehen und dass die Gesundheit des Darms maßgeblich für den Zustand unseres Gehirns mitverantwortlich ist. Veränderungen des Mikrobioms können entzündliche Prozesse beeinflussen, auf das Immunsystem wirken und sogar die Bildung verschiedener Botenstoffe verändern, die wiederum unsere Gehirnfunktion mitbestimmen.
Was man dazu allerdings wissen sollte: Gleichzeitig ist heute wissenschaftlich gut belegt, dass Nahrungsergänzungsmittel ihre Wirkung langfristig nur dann optimal entfalten können, wenn auch die Darmbarriere (also die Darmwand, die Darmschleimhaut etc.) intakt ist und ein gesundes Darmmilieu besteht. Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte, findet in unserem Beitrag über das wissenschaftlich intensiv untersuchte Alumosilikat PMA-Zeolith, einem Wirkstoff zur Bindung von Schadstoffen im Darm, ausführliche Informationen darüber, warum der Darm heute als Grundlage moderner Präventionsstrategien gilt und wie sich die Darmbarriere und damit das Mikrobiom gezielt unterstützen lassen: Darm-Hirn-Achse: Prävention mit Zeolith gegen Demenz, Parkinson, Depressionen und Angst.
Auch Löwenmähne heilt Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen nicht – aber der Pilz ist einer der wissenschaftlich interessantesten Naturstoffe überhaupt
Trotz aller dieser vielversprechenden Ergebnisse wäre es derzeit natürlich noch unseriös, den Löwenmähnenpilz bereits als bewiesenes Mittel gegen Alzheimer oder Demenz zu bezeichnen. Dafür sind die bisherigen Humanstudien noch zu klein und die Nachbeobachtungszeiten zu kurz.
Falsch wäre es allerdings wiederum, die vorhandenen Forschungsergebnisse zu unterschätzen. Kaum ein anderer Heilpilz wurde in den vergangenen Jahren so intensiv untersucht wie der Hericium erinaceus. Die mehrfach kontrollierten Humanstudien, zahlreiche experimentelle Arbeiten und aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zeichnen jetzt schon ein bemerkenswert konsistentes Bild.
Die Fakten sind: Der Löwenmähnenpilz besitzt neuroprotektive Eigenschaften, kann wichtige Wachstumsfaktoren des Gehirns beeinflussen und wird damit künftig wohl zu den relevantesten natürlichen Bausteinen einer wissenschaftlich begründeten Demenz-Prävention gehören. Schon heute spricht daher vieles dafür, dass der Löwenmähnenpilz weit mehr ist als ein kurzfristiger Supplement-Trend – nämlich ein Naturstoff, dessen Potenzial die moderne Alzheimer-Forschung gerade erst beginnt, vollständig zu verstehen. Aufgrund der aktuellen hoffnungsvollen Datenlage wird der Löwenmähne-Pilz derzeit und in den kommenden Jahren in weiteren wissenschaftlichen Studien untersucht.
Viele Anbieter: Welches Löwenmähne-Präparat ist empfehlenswert?
Wer den Löwenmähnenpilz präventiv oder auch im Rahmen der Unterstützung einer bereits entstandenen Alzheimer-Demenz oder anderen neurodegenerativen Krankheiten nutzen möchte, steht – wie so oft bei Nahrungsergänzungsmitteln – schnell vor einem Problem: Auch hier ist der Markt mittlerweile kaum noch überschaubar. Zahlreiche Hersteller bieten Kapseln, Pulver oder Extrakte an, die sich hinsichtlich Qualität, Zusammensetzung und Dosierung teilweise erheblich unterscheiden.
Im Falle des Löwenmähnen-Pilzes haben wir uns deshalb diesmal auch selbst mit dem Angebot beschäftigt. Wir haben uns verschiedene Präparate näher angesehen und dabei insbesondere auf Kriterien geachtet, die auch in den wissenschaftlichen Studien eine Rolle spielen: eine ausreichend hohe Dosierung, die Kombination aus Löwenmähne-Extrakt und Pilzpulver, eine schonende Wasserextraktion, transparente Laboranalysen sowie eine regelmäßige Kontrolle auf Schwermetalle, Pestizide und mikrobiologische Verunreinigungen.
Ein Präparat, das diese Anforderungen nach unserer Einschätzung besonders gut erfüllt, ist „Premium Löwenmähne“ von der Firma „Viktilabs“ in Berlin, hinter der einige besondere Personen mit eigenen vormaligen Krankheitsgeschichte stehen – der Blick auf die Qualität ist hier natürlich ganz anders . Das Viktilabs-Produkt enthält pro Tagesdosis 1.000 Milligramm Löwenmähne-Extrakt mit standardisiertem Polysaccharidgehalt, kombiniert mit Löwenmähne-Pulver sowie natürlichem Vitamin C aus Acerola. Für uns wichtig dabei: Es werden Laboranalysen und Prüfungen auf Schwermetalle, Pestizide und Mikrobiologie angegeben. Die empfohlene Einnahme beträgt zwei Kapseln täglich, vorzugsweise etwa 30 Minuten vor einer Mahlzeit.
Nach unserer Einschätzung bietet dieses Präparat derzeit ein sehr gutes Verhältnis aus Qualität, Zusammensetzung und natürlich auch dem Preis. Selbstverständlich gibt es auch andere hochwertige Produkte auf dem Markt. Unsere Empfehlung beruht ausschließlich auf dem Vergleich der deklarierten Inhaltsstoffe, der Qualitätsmerkmale und der Transparenz des Herstellers.
Hier geht es zu „Löwenmähne Premium“
(https://www.viktilabs.de/products/lowenmahne)
Kein Affiliate-Link – reine Produktempfehlung.
Studien-Auswahl zu Hericium erinaceus
Cornford N., Charnley M.: Hericium erinaceous: A possible future therapeutic treatment for the prevention and delayed progression of Alzheimer’s disease? A narrative review, Nutrition Research Reviews, 2025
Eine der aktuellsten wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten speziell zur Frage, welche Rolle der Löwenmähnenpilz (Hericium erinaceus) künftig bei der Prävention und Verlangsamung der Alzheimer-Krankheit spielen könnte. Die Autoren fassen die derzeitige Evidenz zu den neuroprotektiven Wirkmechanismen, zur Förderung von Nervenwachstumsfaktoren (NGF), zur Verminderung neuroinflammatorischer Prozesse sowie zu den bisherigen Tier- und Humanstudien zusammen.
Link zur Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39988819
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Menon A. et al.: Benefits, side effects, and uses of Hericium erinaceus as a supplement: A systematic review, Frontiers in Nutrition, 2025
Die bislang umfassendste systematische Übersichtsarbeit zu Hericium erinaceus. Berücksichtigt wurden fünf randomisierte klinische Studien, drei klinische Pilotstudien sowie zahlreiche Labor- und Tierstudien. Insgesamt zeigen sich positive Hinweise auf Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit, neuroprotektive Effekte, eine Förderung der Neurogenese sowie günstige Wirkungen auf Darmmikrobiom, Stimmung und Schlaf.
Link zur Meta-Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40959699
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Spangenberg E.T. et al.: Unveiling the role of erinacines in the neuroprotective effects of Hericium erinaceus: A systematic review in preclinical models, Frontiers in Pharmacology, 2025
Diese aktuelle Übersichtsarbeit konzentriert sich erstmals ausschließlich auf die sogenannten Erinacine – bioaktive Inhaltsstoffe des Pilzmyzels. Zusammengefasst werden zahlreiche präklinische Untersuchungen, die auf neuroprotektive, entzündungshemmende und neuroregenerative Eigenschaften hinweisen. Die Autoren sehen insbesondere Erinacine als einen der wahrscheinlich wichtigsten biologischen Wirkmechanismen des Löwenmähnenpilzes.
Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40626304
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Černelič Bizjak M. et al.: Effect of erinacine A-enriched Hericium erinaceus supplementation on cognition: A randomized, double-blind, placebo-controlled pilot study, Journal of Functional Foods, 2024
Randomisierte, placebokontrollierte Humanstudie bei älteren Erwachsenen. Die Einnahme eines Erinacin-A-angereicherten Hericium-Präparates führte zu Verbesserungen bestimmter kognitiver Funktionen, erhöhte die Konzentration des neurotrophen Faktors BDNF und beeinflusste zusätzlich die Zusammensetzung des Darmmikrobioms positiv. Die Autoren sehen darin Hinweise auf einen neuartigen Wirkmechanismus über die Darm-Hirn-Achse.
Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464624001221
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Li I.-C. et al.: Prevention of Early Alzheimer’s Disease by Erinacine A-Enriched Hericium erinaceus Mycelia: Pilot Double-Blind Placebo-Controlled Study, Frontiers in Aging Neuroscience, 2020
Eine der wichtigsten klinischen Studien zum Löwenmähnenpilz überhaupt. Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz erhielten über 49 Wochen entweder ein Erinacin-A-angereichertes Hericium-Myzelpräparat oder Placebo. Die Behandlungsgruppe zeigte signifikante Verbesserungen in kognitiven Tests (MMSE, CASI) sowie bei den Alltagsfunktionen. Aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl handelt es sich zwar um eine Pilotstudie, sie gilt jedoch als wichtiger klinischer Hinweis auf ein therapeutisches Potenzial.
Studie: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7283924
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Mori K. et al.: Improving Mild Cognitive Impairment by Yamabushitake (Hericium erinaceus): A Double-Blind Placebo-Controlled Clinical Trial, Phytotherapy Research, 2009
Die erste placebokontrollierte Humanstudie zur Wirkung des Löwenmähnenpilzes auf leichte kognitive Beeinträchtigungen. Bereits nach acht, zwölf und sechzehn Wochen verbesserten sich die Testergebnisse der Hericium-Gruppe signifikant gegenüber Placebo. Nach Absetzen der Einnahme gingen die Verbesserungen wieder zurück – ein Hinweis darauf, dass eine kontinuierliche Einnahme erforderlich sein könnte. Die Studie legte den Grundstein für die heutige klinische Forschung zu Hericium erinaceus.
Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18844328
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Nagano M. et al.: Reduction of depression and anxiety by 4 weeks Hericium erinaceus intake, Biomedical Research, 2010
Randomisierte, placebokontrollierte Studie, in der eine vierwöchige Einnahme von Hericium erinaceus depressive Symptome, Angst und unspezifische Beschwerden verringerte. Da Depression heute selbst als wichtiger modifizierbarer Risikofaktor für Demenz gilt, ist diese Untersuchung auch im Kontext der Demenzprävention von besonderem Interesse.

